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6 Tipps wie du an der Uni zum Profikoch wirst

Susanne Gottlieb

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Für sich alleine zu kochen kann eine furchterregende Tätigkeit sein. All diese appetitlichen Mahlzeiten zu Hause oder im Fernsehen machen es unmöglich, sich vorzustellen, etwas so Komplexes, das andere mit Leichtigkeit auszuführen scheinen, auch zu schaffen. Und nein, Jamie Oliver, es dauert keine 15 Minuten, Schweine Tacos zu machen. Es kann allerdings eine willkommene Herausforderung sein, für dich alleine zu sorgen. Es gibt so viel zu lernen: Wie man mit nur wenig Geld auskommt, wie man sich gesund ernährt, was für Küchenutensilien man braucht oder wie man den schnellen, aber ungesunden Snack meidet. Hier geben wir dir 6 Tipps wie du an der Uni zum Profikoch wirst:

1. Lerne die Basics von Nahrung 

Dies kann in zweierlei Hinsicht sinnvoll sein. Einmal wird dein Körper es dir danken, wenn du gesundes Essen isst. Zum zweiten wird Essen, das reich an Nährstoffen und Vitaminen ist, dich länger satt machen. So wirst du dich nicht ständig hungrig fühlen und so wirst du auch weniger Zeit mit essen verbringen. Das Ergebnis ist, dass dein Körper in Form ist und außerdem wirst du mehr Geld in deinem Portemonnaie haben.

Gesund essen wird meist damit verwechselt, dass man nur Gemüse mit nur wenig Gewürzen isst, aber das ist nicht der Fall. Damit du deinem Körper gibst, was er braucht, musst du auch Kohlenhydrate und Proteine zu dir nehmen. Du wärst positiv überrascht, wie vielseitig eine gesunde Nahrung sein kann und wie gut sie schmeckt. Tu dir selbst den Gefallen und verbringe ein bisschen Zeit mit dem Kochen, während du noch in der Übungsphase bist. Die Gewohnheiten, die du dir jetzt aneignest, werden vermutlich bei dir bleiben.


2. Lerne ein paar Rezepte auswendig

Das Geheimnis wenn man hungrig ist, ist, dass man schnelle Entscheidungen trifft und nicht stundenlang ein Kochbuch durchschaut. Wenn du deinen Kühlschrank aufmachst, solltest du wissen, ob du mit dem, was da ist, etwas kochen kannst, oder ob du zum Supermarkt gehen musst.

Wenn du nach einem langen Unitag auf dem Weg nach Hause bist, und in einen Supermarkt gehst, solltest du schnell ein paar Dinge kaufen, mit denen du dann auch was kochen kannst. Sonst könntest du dazu verführt werden, Essen aus der Tiefkühltruhe oder dir Fast Food zu holen, da du da nicht viel überlegen musst und es nicht viel Zeit kostet.

Zeit ist der zweite wichtige Faktor. Nach einem langen Tag an der Uni wirst du vermutlich keine Lust haben, ein Zwei-Gänge Menü zu kochen, auf das deine Oma stolz wäre. Du willst einfach nur essen und je schneller der Prozess abgeschlossen ist desto besser. An deinen freien Tagen oder an den Wochenenden kannst du anfangen für deine Sous-Chef Karriere zu üben. Den Rest der Zeit solltest du effizient mit deiner Zeit umgehen und dich so schnell und gesund wie möglich ernähren.

3. Dezimiere Rezepte und koche für eine Person

Es sei denn du hast ein Kochbuch, das für Studierende konzipiert wurde und sich nur auf eine Person bezieht, so sind die meisten Rezepte für drei bis vier Leute ausgelegt. Das kann sinnvoll sein, wenn du etwas vorkochen und einfrieren willst, aber oft endet es damit, dass man viel Essen wegwirft. Denn sein wir doch mal ehrlich, wer möchte zwei Mal täglich die nächsten vier bis fünf Tage Eintopf essen?!

Du brauchst keine Superkräfte, um die Rezepte auf weniger Personen auszurichten. Du musst einfach schauen, für wie viele Personen das Rezept eigentlich gedacht ist und die angegebenen Essensangaben dann durch die Anzahl der Personen teilen. Du musst dir auch keine Gedanken machen, dass du nun weniger einkaufen musst. Trockenes Essen wie Reis oder Pasta halten Jahre. Du solltest allerdings etwas vorsichtiger mit den Nahrungsmitteln umgehen, die ein Verfallsdatum haben. Wenn du weißt, dass du in der nächsten Woche viel mit Karotten kochen wirst, dann kannst du natürlich die große Packung im Supermarkt kaufen. Wenn du allerdings nur zwei für dein Rezept für eine Person brauchst, dann kaufe sie im Gemüseladen. Dort sind sie nicht nur biologisch, sondern auch günstiger, weil der Preis pro Stück berechnet wird. So kannst du vermeiden, dass du viele Lebensmittel wegschmeißen musst.

4. Besorg dir das richtige Equipment

Egal ob du in einem Schlafsaal, einem Apartment mit einer winzigen Küchenzeile lebst oder vielleicht der Besitzer einer richtigen Küche bist, du musst irgendwann anfangen, Equipment für die Küche zu besorgen. Als Faustregel gilt, besorg dir keinen Smoothie-Mixer, sondern die Grundausstattung, die du brauchst, um dir ein richtiges Essen zu kochen. Das ideale Starterpaket für Köche ist: eine Pfanne zum Braten, ein Topf zum Kochen, ein großes, scharfes Messer, ein Spatel und ein Holzlöffel.

Ich würde dir empfehlen, nichts zu kaufen, das zu günstig ist, sondern lieber in Produkte zu investieren, die eine gute Qualität haben. Eine Pfanne, an der alles kleben bleibt oder ein stumpfes Messer verderben das Kocherlebnis und werden dazu führen, dass du kein Interesse mehr hast. Wenn du aber nicht so viel Geld hast, würde ich dir empfehlen, das scharfe Messer zu besorgen. Es gibt nichts Nervigeres als nicht in der Lage zu sein, seine Zutaten zu schneiden. Außerdem führt ein stumpfes Messer dazu, dass du doppelt so lange brauchst.

5. Fang an zu kochen, bevor du Hunger hast

Es können ein paar Minuten vergehen, bis du dich entschieden hast, ob du kochen oder dir Essen bestellen sollst. Das reicht schon, dass du nicht nur ein wenig Hunger hast, sondern am Verhungern bist. Den Fehler, den die meisten Menschen begehen, ist, mit dem Kochen zu warten, bis sie Hunger haben. Der Gedanke, dass man eine halbe Stunde bis Stunde braucht, bis man das Essen fertig hat, reicht schon aus, dass man Essen bestellt. Obwohl es ironischerweise genauso lange dauert, bis das Essen kommt oder man es abgeholt hat.

Da du deinen Zeitplan und deine Gewohnheiten kennst, solltest du ziemlich genau wissen, wann du Hunger bekommst. Fang nicht in der letzten Sekunde mit dem Kochen an. Plane im Voraus, und wenn du das Essen dann fertig hast, bist du auch hungrig. Dann musst du nicht vorher Snacks essen.

6. Rechne alles durch

Essen für Studierende ist ein großer ökonomischer Markt und es gibt viele Produkte, die auf junge Erwachsene ausgerichtet sind, die versuchen mit wenig Zeit und wenig Geld zu kochen. Wenn du Pasta, abgepackte Suppen, Backwaren und Mahlzeiten in der Dose, die nur ein paar Euros kosten, außen vor lässt, dann wirst du vielleicht merken, dass es eigentlich sogar günstiger ist, frische Zutaten zu besorgen und daraus etwas Schmackhaftes zu machen.

Wenn du zum Beispiel Brownies machst, dann scheint es vielleicht erst so, als ob es teurer wäre, die Milchprodukte, die Eier, das Mehl und die Schokolade zu besorgen. Aber du benutzt ja nicht alle Zutaten auf einmal und du kannst ja auch das, was übrig bleibt, in anderen Mahlzeiten wiederverwenden.

Wenn du einmal durchrechnest, wie viele Brownies du mit den Zutaten, die du gekauft hast, machen kannst, dann wirst du sehen, dass es günstiger ist, die Brownies zu machen als sie abgepackt zu kaufen. Und natürlich sind sie auch gesünder (aber es sind immer noch Brownies, also gib ihnen nicht die ganze Macht!).

Kochen ist keine Hexerei. Das Wichtigste ist, dass du eine Entwicklung durchlebst: deine eigenen Mahlzeiten zubereiten, Glück darin finden, dein eigenes Essen zu essen, deine eigene Taktik finden, wie du mit den Zutaten umgehst und die beste Ernährung überhaupt zu haben. Sobald du eine eigene moderne Küche hast, kannst du auch einen Gang zulegen, aber das Wichtigste ist, dass du Spaß hast und das Essen genießt!


Danke, dass du diesen Blog gelesen hast!

Kochst du für dich selbst, seitdem du an der Uni bist? Was, meinst du, hat dich zu einem besseren Koch gemacht? Lass es uns in den Kommentaren wissen. Und vergiss nicht, wenn du eine Studentenunterkunft in Europa brauchst, dann findest du das perfekte Zimmer auf  Uniplaces.

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