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10 Lehren, die ich aus meinen Asienreisen gezogen habe

Tom Crosby

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Wenn du genug von all den “Eat. Pray. Love” Ratschlägen und dem “Lifecoachen” hast, dann kann dir dieser Blog vielleicht helfen. In diesem Artikel teile ich mit dir 10 Lehren, die ich aus meinen Asienreisen gezogen habe.

Wenn nicht, dann geh einfach gleich zu dem Teil über, wo es darum geht, unter keinen Umständen ein Moped zu mieten.

Also miete nie ein Moped.

1. “Pod” Hotels sind mehr als nur eine Neuheit

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#tokyo #capsulehotel #shinjuku #booth

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Diese Orte, die “Pod” oder “Kapsel” Hotels, werden oft auf ironische Weise von Touristen und Rucksackreisenden in Japan besucht.

Sie sind allerdings kulturell gesehen ziemlich faszinierend. Die meisten lassen nur Männer rein. Tattoos sind entweder verpönt oder verboten. Es gibt meist eine ungewöhnlich große Comicbuchsammlung, ein riesiges Steinbad und tausende von Männer in Kittel, die sich um den Verstand rauchen, während sie Basketball schauen.

Sehr wichtig ist aber, dass sie günstiger sind als die meisten Hotels und erschreckend gemütlich. Außerdem haben sie so viele Betten, dass sie fast immer eins frei haben.

Es ist also eine wahrhaft praktische Wahl.

2. Singapore ist zum größten Teil schrecklich

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Keine Sorge, ich habe ziemlich viel recherchiert, bevor ich diese Meinung gebildet habe. Ich habe nicht nur eine ganze, langweilige Woche dort verbracht, aber ein enger, schottischer Freund hatte außerdem das Pech, in dieser spießigen, kontrollierten Atmosphäre aufwachsen.

Lass uns mit dem Guten beginnen: das Essen ist günstig, abwechslungsreich und ziemlich unglaublich; besonders in den “Hawker” Zentren. Abgesehen davon, naja, es ist sauber, würde ich sagen.

Dann das Schlechte: Es gibt hohe Steuern auf alles, was Spaß macht, wie Bier, Zigaretten und lächeln. Drogenbesitz wird mit dem Tode bestraft und so scheint es, als ob die Stadt sich in ein riesiges Bänkerparadies verwandelt hätte.

Du kannst für fast alles eine hohe Strafe bekommen, wie Kaugummi kauen und unter einer Unterführung Fahrrad fahren. Es ist dort schmerzhaft steril und die Stadt ist auf dem Rücken einer Diensleistungsklasse und zweifelhafter Demokratie aufgebaut.

Zieh einfach weiter und geh nach Malaysia – dort gibt es alles, was Singapur hat, aber ihre Seele ist intakt.

3. Koreanisches Trinken ist selbstzerstörerisch

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Happy chuseok! #noon #blackoutkorea #chuseok #seoullife

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Wenn man in Südkorea für eine Weile reist und lebt, dann lernt man, dass ihre Gesellschaft – immer noch recht verschlossen und hierarchisch – gerne trinkt.

Geschäftsmänner, also eigentlich jeder, kann man oft sturzbetrunken von der Nacht davor schlafend auf den Straßen finden.

Man trinkt mit dem Chef, man trinkt, während einer Verhandlung, man trinkt in den Clubs und in den Sportvereinen, man trinkt je nach Alter und man trinkt, um glücklich oder traurig zu sein.

Glücklicherweise sind ihr Alkohol und ihr Essen unglaublich. So auch die Mittel gegen einen Kater. Korea ist also perfekt für ein langes Wochenende im Rausch. Wer hätte das gedacht?

4. Habe immer einen Plan B (C und D) in China

Geld hilft dir nicht aus jeder misslichen Lage, aber Information schon.

Wenn du mit dem Rucksack unterwegs bist, dann kannst du dich, wenn es hart auf hart kommt, mit Geld aus der Affäre ziehen. Aber in China wird dir Geld nicht diese Sicherheit geben, ohne, dass du auf einer langweiligen, spießigen Tour landest.

Achte darauf, dass du nur offizielle Taxis benutzt. Achte außerdem darauf, dass du chinesische Sätze aufgeschrieben hast, um sie Menschen zu zeigen. Weiterhin ist wichtig, dass du einen Ort kennst, an dem die Angestellten Englisch sprechen können (Starbucks ist überraschend gut dafür).

China ist so stressig, wie es auch erstaunlich ist. Lerne das Symbol für Internetcafé. Traue nie jemandem, der auf dich zukommt, besonders nicht, wenn er/sie gutes Englisch spricht.

Im Grunde musst du deine Ausflüge von A nach B nach C nach D planen und überlege dir immer eine Alternative, wenn Plan A scheitert.

5. Die Russen lieben Vietnam, die Koreaner die Philippinen und die Briten haben sich in Thailand ausgebreitet

Seltsam, wie bestimmte Länder sich zu bestimmten Plätzen hingezogen fühlen. Vietnam (und komischerweise auch Israel) ist sehr beliebt bei den Russen. Ich war auf den Philippinen in Clubs, wo nur Koreaner waren. Es gibt zum Beispiel einen in Cebu City.

Jeder hat sein “Magaluf”.

Es ist schade, dass es in Teilen von Thailand nun ausschließlich Fremde gibt. Es ist der einzige Ort, wo ich den öffentlichen Bus genommen habe und dort keine der Einwohner/innen waren, nur Rucksackreisende. Trotzdem, außerhalb der Touristenfallen ist das Land natürlich unglaublich.

6. Miete kein Moped

Ich meine, natürlich sehen sie cool aus. Mopeds sind auch cool. Aber in jeder Gruppe von 10 Englischen Deppen gibt es einen, der auf Krücken läuft, dem die Hälfte seiner Haut, seine Finger oder die linke Augenbraue fehlen.

Das Moped ist es nicht wert, dass du dir dadurch den Urlaub verdirbst. Bekloppt, ich weiß. Du kannst mich ruhig für langweilig erklären, aber es ist die ganze Sache einfach nicht wert. (Und ich habe zurecht Angst vor Rechnungen im Ausland).

7. Hotels sind günstiger als Jugendherbergen in Vietnam

Die Jugendherberge ist der Zufluchtsort für junge Reisende, aber überrraschenderweise ist es an Orten wie Vietnam oder Kambodscha günstiger, ein Hotelzimmer zu nehmen. Tatsächlich gibt es also meist nur wenige Jugendherbergen.

Das ist blöd, wenn du alleine reist, aber etwas, das du bedenken solltest.

8. Meide alle offiziellen Touren

Das ist der beste Ratschlag in Angkor Wat.

Die schöne Ansammlung von Tempeln in Kambodscha ist praktisch eine kleine Stadt für sich.

Um es auf den Punkt zu bringen, Freiheit ist das wichtige Wort.

Die geplanten Touren, die sie dir verkaufen, sind sehr teuer und du wirst von Restaurantbesitzern und Straßenhändlern belästigt.

Wenn du dir ein Fahrrad mietes und zu all den Tempeln auf der Karte fährst, dann wirst du eine sehr gute Zeit haben.

Sei frei. Mach Dinge alleine, das ist oft günstiger und viel weniger stressig.

9. Grenzen erfordern gründliches Planen

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Nicht an allen Grenzen läuft es so reibungslos ab wie wir es von den europäischen Grenzen kennen.

Einige, besonders die thailändische-kamboschanische Grenze (Aranyaprathet – Poi Pet), sind ein Albtraum.

Es lohnt sich, wenn du Blogs auf jeder Seite der Grenze recherchierst, um alle wichtigen Infos zu haben.

Es geht nicht nur darum, dass sie dir zu viel Geld abnehmen, sondern manchmal bringen dich Taxis auch zu einer falschen Grenze und versuchen, dich dazu zu bringen, für ein extra Visa zu bezahlen. Oder, wie es mir passiert ist, nachdem ich drei oder vier Fallen entgangen bin, du wirst in einem falschen öffentlichen Bus zu einer falschen Tankstelle gebracht, bis du dann zwei Stunden später in der Stadt ankommst.

Alles in allem wurden mir nur 10 $ mehr abgenommen, aber es war sehr stressig.

10. Das malaysische Borneo ist immer der Gewinner.

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Free shower anyone ? 🏊🏽🚿 #waterfall #borneo

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Wenn wir mal für eine Sekunde lang positiv sind, und das sollten wir auch mal zur Abwechslung in diesem Blog sein, dann kann man nur sagen dass Borneo unglaublich ist.

Ein Mix aus chinesischen, indischen, malaysischen, westlichen Völkern und Eingeborenen, so sind die Kultur und die Geschichte der Gegend so vielfältig wie das Essen und die Fauna.

Teil des malaysischen Nordens war unter der Herrschaft einer britischen Abenteurerfamilie, die sich wie Könige aufführten, die ‘White Rajahs’ von Sarawak, währed der Norden Borneos eine britische Kolonie war.

Die Gegend hat im Krieg gelitten. Es gibt in Südostasien den höchsten Berg, den Mount Kinabalu. Einige der weltbesten Lagunen zum Tauchen und einige der weltbesten Regenwälder sind hier.

Es gibt außerdem eine umstrittene Palmölindustrie.

Versteckt in ihren Grenzen sind Tonnen von Ölgeld und eine ganze muslimische Mikronation.

Unglaublich.

Reise dort hin.

Bonus: 11. Eine letzte Sache …

Reise niemals, um dich selbst zu finden, denn vielleicht findest du raus, dass du ein A*loch bist. Andere Länder existieren nicht für dich.

Reise, um zu sehen, was real ist. Seien es der Smog oder das Chaos in China, ein Verkehrskollaps in Bangkok oder wilde (nicht gefangene) Orangutans in Borneo.

Ich sag´s ja nur.


Danke, dass du diesen Blog gelesen hast! Wir hoffen, dich hier bald wiederzusehen. 

Hat dir der Artikel über die 11 Lehren von jemandem, der in Asien war, gefallen? Wenn ja, dann hinterlass uns hier einen Kommentar.
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