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10 Dinge, die du in deinem Anschreiben für Großbritannien vermeiden solltest

Katharina Kunze

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In Großbritannien hängen Bewerbungen für Universitäten von deinem Anschreiben ab. Es ist deine Chance den Professoren zu sagen, warum sie dich annehmen sollten: was motiviert dich, das Fach zu studieren, wie kannst du diese Motivation zeigen und was für ein Vergnügen wäre es, dich zu unterrichten. Geläufige Fehler im Anschreiben machen den Studienleitern in der Zulassungsstelle allerdings zu schaffen. Da ich einige Bewerbungen gelesen haben, zeige ich 10 Dinge, die du in deinem Anschreiben für Großbritannien vermeiden solltest, damit du den/die Professor/in, den/die du beeindrucken willst, nicht aufregst.

1. Viel über außerschulische Aktivitäten sprechen

Das Ziel deines Anschreibens sollte sein, deutlich zu machen, warum du für den Kurs, für den du dich bewirbst, richtig bist – dein Ziel sollte nicht sein, zu zeigen, was für ein toller Ruderer oder was für eine musikalische Person du bist. Außerdem solltest du auch nicht sagen, dass du der Empfänger einen Kunstpreises bist (es sei denn natürlich, du bewirbst dich für Sport, Musik oder die Künste). Wenn du Zeit damit verbringst, alles zu erklären, was du dort gemacht hast, mit einer vagen Bemerkung, dass du dadurch dein Zeitmanagement verbessert hast, dann wird das deinen (e) Professor (in) nicht positiv stimmen und er/sie wird denken, dass du nicht genügend Relevantes zu dem Studium zu sagen hast.

Was du tun solltest: Fokussiere den Großteil deiner persönlichen Stellungnahmen auf Themen und Leistungen, die für den Kurs relevant sind. Erwähne außerschulische Aktivitäten nur kurz, und wenn sie besonders beeindrucken sind, und nur dann.

2. Zu viele Klischées (leidenschaftlich, fasziniert, etc.)

Jeder, der viele Anschreiben liest, wird der Meinung sein, dass man motiviert sein muss, aber auf Klischées verzichten sollte. Es ist ok, ein Mal zu sagen, dass du leidenschaftlich oder fasziniert bist, aber du solltest unter keinen Umständen diese Worte bei jedem kleinen Detail deines Fachs benutzen! Es ist viel wichtiger, dass du zeigst, dass du dich für den Kurs begeisterst, indem du erklärst, was du in dem Bereich schon gemacht oder gelesen hast.

Wichtiger Tipp!

Schreibe in einem authentischen Ton und erkläre, warum du fasziniert bist, wenn du das Wort benutzt. Ohne ein Beispiel oder eine Erklärung werden die Begriffe vermutlich als leere Worthülsen rüberkommen.

3. Im Passiv schreiben

Die schlechteste Kombination ist, das Passiv zu verwenden, wenn du enthusiastische Worte wie “Leidenschaft” benutzt. Achte darauf, dass deutlich wird, dass du bei den Dingen, über die du schreibst, Initiative ergriffen hast, und dass sie dir nicht einfach so passiert sind. Wenn, z. B. deine Schule ein Praktikum vorgeschrieben hat, sag einfach, dass du ein Praktikum vollendet hast, nicht, dass du es musstest. Gleichermaßen solltest du auch nicht einfach schreiben, dass du ein “Mitglied” von etwas warst, sondern genau deine aktive Rolle beschreiben.

Wichtiger Tipp!

Zeig, dass du all das getan hast, weil du an dem Fach interessiert bist, und dass du Initiative gezeigt hast, als du deinen Interessen gefolgt bist.

4. Dem(r) Leser(in) einen Vortrag darüber halten, was du recherchiert hast

Es ist verlockend, dem Leser/der Leserin alles darüber zu erzählen, was du für die Schule recherchiert hast, und worüber du eine tolle Präsentation gehalten. Oder auch über das zu berichten, was du in einem interessanten Buch gelesen hast. Bedenke, dass die Professoren dich kennen lernen wollen, und dass sie vermutlich mehr von ihrem Fachgebiet wissen als du. Achte darauf, dass du darüber schreibst, was du gelernt hast statt all das zusammenzufassen, was du gelesen und recherchiert hast.

Wichtiger Tipp!

Schreibe nur einen Satz darüber, was du gelesen oder recherchiert hast. Lege den Fokus auf das, was du gelernt hast und wie es zu anderen Dingen passt, die du erfahren hast und kennst.

5. Dem Leser/der Leserin nicht sagen, wieso etwas relevant ist

Führe nicht einfach auf, was du getan hast, ohne es mit dem Fach in Verbindung zu setzen, für das du dich bewirbst. Achte darauf, dass du dem Leser/der Leserin mitteilst, warum du das schreibst, und warum es dich zu einem guten Kandidaten/einer guten Kandidatin für dein angestrebtes Studium macht. Dies macht es nicht nur einfacher für den Leser/die Leserin dich zu verstehen, sondern es zeigt auch, dass du deine Erfahrungen und dein Wissen reflektieren und auf andere Zweige übertragen kannst.

Wichtiger Tipp!

Erkläre, warum das, was du getan oder erfahren hast dich zu einem guten Kandidaten für das Studium macht, oder wie es deine Entscheidung beeinflusst hat.

6. Zu viele Zitate

Wenn du zu lange Zitate verwendest, wird der Leser/die Leserin denken, dass du nicht genügend eigene Gedanken oder Worte hast und du deswegen den Raum mit der Weisheit anderer Leute füllst, in der Hoffnung, so auch klüger zu erscheinen. Außerdem sagen Zitate nicht viel über dich selbst aus. Wenn du die Wahl zwischen einer Einleitung zu deinem Hintergrund, wie es kam, dass du Interesse an dem Fach gewonnen hast, und dem Zitieren eines Zitats hast, dann wähle die erste Möglichkeit, da dies mehr über dich verrät.

Wichtiger Tipp!

Versuche dich auf deine Motivation, deinen Hintergrund und dein Wissen, was dich alles zu einem guten Kandidaten macht, zu beschränken, damit der Professor/die Professorin dich besser kennen lernen kann.

7. Nicht den Platz nutzen, den man zur Verfügung hat

Du hast 4.000 Zeichen inklusive Zeichen, um dein Anschreiben zu verfassen. Nutze sie! Wenn du es nicht tust, wird der Professor denken, dass du nicht sehr motiviert bist, dass du dir außerdem mit deinem Anschreiben keine Mühe gegeben hast, oder dass du einfach ein uninteressanter (e) Kandidat (in) bist.

Wichtiger Tipp!

Nutze den ganzen Raum, der dir zur Verfügung steht, um deinen Hintergrund, deine Motivation und deine Gedanken zu dem Fach darzulegen.

8. Sich für verschiedene Fächer bewerben

Du hast nur ein Anschreiben in der UCAS Bewerbung. Wenn du dich für völlig verschiedene Fächer bei UCAS bewirbst und versuchst, alle in deinem Anschreiben anzusprechen, dann werden die Professoren denken, dass du an ihrem Fach gar nicht richtig interessiert bist.

Wichtiger Tipp!

Entscheide dich für ein Gebiet und befasse dich in deinem Anschreiben nur damit. Wenn die Namen der Kurse ein wenig verschieden sind an verschiedenen Unis, dann ist das ok: International Business and Economics & Management sind verschiedene Kursnamen, aber sie verlangen beide ähnliche Inhalte im Anschreiben.

9. Rechtschreibfehler und Grammatikfehler

Das sollte klar sein, aber achte darauf, dass jemand, der ausgezeichnet Englisch spricht, (und schreibt) sich dein Anschreiben durchliest. Nichts sieht so unorganisiert und demotiviert aus wie offensichtliche Fehler.

Wichtiger Tipp!

Finde einen Familienfreund, einen (e) Englischlehrer(in) oder einen (e) Berater (in) in der Zulassungsstelle der Uni, der/die dir gutes Feedback zu deinem Schreibstil geben kann. Idealerweise wirst du nicht nur Feedback zu deiner Grammatik und deiner Rechtschreibung erhalten, sondern auch zu deinem Stil und deinem Inhalt.

10. Kein Hintergrundwissen zu dem Fach

Es ist schwierig, ein Anschreiben über etwas zu verfassen, an dem du kein Interesse hast, oder mit dem du dich noch nicht beschäftigt hast. Versuche so früh wie möglich darüber nachzudenken, was du studieren möchtest und dann schau dir an, was du tun kannst, damit du dich in dem Feld noch schlauer machen kannst, sodass du es im Anschreiben erwähnen kannst. Alternativ, wenn du keine Zeit mehr hast, kannst du auch mit jemandem sprechen, der das Fach gut kennt. Sie können dir sagen, welche deiner Erfahrungen und Kenntnisse interessant sein könnten für deine Tutoren, wenn du sie geschickt mit deinem Kurs in Verbindung setzt.

Wichtiger Tipp!

Denk darüber nach, wie du das, was du gemacht hast, oder das, was du weißt mit deiner Motivation und deiner Eignung für den Kurs verbinden kannst. Hol dir eine zweite Meinung darüber ein, was man in einem Anschreiben erwähnen sollte, das für den Kurs relevant ist.

Über die Zulassung in Oxbridge

“Oxbridge Admission (Zulassung)” hilft den Bewerbern/innen an Unis in Großbritannien, Oxford und Cambridge mit eingeschlossen, in den folgenden Gebieten:

  • Anschreiben: Feedback und redaktionelle Bearbeitung, damit man sich selbst optimal einschätzen kann
  • Referenzen: Feedback und redaktionelle Bearbeitung, damit man sich selbst optimal einschätzen kann
  • UCAS Formular: sie prüfen, dass das Formular von internationalen Studierenden korrekt ausgefüllt wurde
  • Vorbereitung auf einen Test: Übungstests, Strategien für die Klausur und Information über das Studienprogramm
  • Interviews: Übungsinterviews mit Fragen aus den letzten Jahren

Besuche www.oxbridgeadmission.com um zu sehen, welcher Tutor diese Hilfeleistungen anbietet oder schreib an katharina@oxbridgeadmission.com um eine Bitte für einen Tutor zu stellen.


Danke, dass du diesen Blog gelesen hast! Wir hoffen, dich hier bald wiederzusehen. 

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